Neoplasia/Cardiac
Effektivität
Krebs
Studien bei Ratten oder Mäusen mit induzierten Tumoren haben gezeigt, dass
Fischöl in Futter-mitteln das Wachstum von Tumorzellen hemmen (Hardman,
2004) und die Schwere der Kache-xie verringern (Russell and Tisdale, 2005). Der
hemmende Effekt von Fischöl auf das Tumor-wachstum wird durch die Komponente
Eicosapentaensäure vermittelt (EPA) (Hardman, 2004). Aufnahme von EPA,
einer mehrfach ungesättigten Omega-3 Fettsäure, moduliert die Bildung von
Eicosanoiden, weil es als Baustein fungiert. Der hemmende Effekt von Fischöl auf
die Ent-wicklung von Kachexie steht in Beziehung zur verringerten Bildung von
Tumornekrosefaktor alpha (TNF-alpha) (Tisdale, 2008). In einer Studie mit Hunden
ist die Effektivität von Fischöl als Anti-Tumor-Agens bewiesen. Hunde mit Lymphom
haben eine signifikant längere Überlebens-dauer, wenn sie eine Diät mit
Fischöl statt Sojaöl bekommen (Ogilvie et al., 2000).
Herzversagen
Bei Ratten hat die Aufnahme von Fischöl einen spezifischen und signifikanten
Schutzeffekt ge-gen induzierte Arhythmien (Matthan et al., 2005). Fischöl wirkt
sich bei Hunden mit spontaner Arhythmie günstig aus. Bei Boxern mit arythmischer,
Rechtsherz-Kardiomyopathie verringert der Zusatz von Fischöl die Schwere
der Arhythmie (Smith et al., 2007).
Die Entwicklung von Anorexie und Kachexie bei Patienten mit Herzversagen wird
wahrscheinlich durch erhöhten Blutspiegel von TNF-alpha vermittelt. Eine Placebo
kontrollierte Studie bei Hun-den mit Herzversagen zeigte, dass der orale Zusatz
mit Fischöl die Plasmakonzentrationen von TNF-alpha senkte und der Kachexie
vorbeugte (Freeman et al., 1998). Die Fischölmenge ent-sprach 1,3 % in einem
Trockenfutter.
Hunde können Taurin synthetisieren, aber es kann ein Defizit durch eine metabolische
Anomalie in Kombination mit einer geringen Aufnahme entstehen. Hunde
sind außerdem in der Lage, Carnitin zu synthetisieren, aber analog zum Taurindefizit
kann in bestimmten Fällen ein Carnitin-defizit entstehen. Hunde mit Cardiomypathie,
zusammen mit einer niedrigen Carnitinkonzentra-tion im Herzmuskel,
zeigen nach Zusatz mit Carnitin eine Verbesserung (Keene et al., 1991). In einer
randomisierten, Placebo kontrollierten, doppelblinden Studie wurde bewiesen,
dass sich die Herzfunktion verbessert und die Überlebensdauer steigt, wenn Hunde
mit Cardiomyopathie und geringen Plasmaspiegeln von Taurin einen Zusatz
bekommen, der aus einer Kombination von Taurin und Carnitin besteht (Kittleson
et al., 1997). Außerdem ermöglicht der Zusatz mit Taurin und Carnitin es, die Patienten von Medikation freizumachen (Furosemid, ACE-Hemmer, Digoxin) (Kittleson
et al., 1997). Zur Behandlung von Kardiomyopathie mit einem trockenen Diätfutter
betragen die geeigneten Gehalte an Taurin und L-Carnitin 0,15 bzw. 0,075 %.