Anti-Struvite

Effektivität

Beim Hund ist die infektionsinduzierte Struvitpräzipitation die am häufigsten vorkommende Form von Urolithiasis. Die Infektion betrifft in der Regel den Urease-produzierenden Staphylococcus intermedius (Koehler et al., 2008). Durch die Urease wird aus Ureum im Harn Ammonium gebildet und steigt der pH-Wert (Robertson et al., 2002). Wenn die Magnesium- und Phosphatkonzentrationen im Harn hoch genug sind, wird Ammoniummagnesiumphosphat bzw. Struvit präzipitiert (Robertson et al., 2002). Ein Teil der Behandlung von Patienten mit Struvit-Urolithiasis ist die Verabreichung einer geeigneten Diät zur Auflösung vorhandener Struvitkristalle und –steine und zur Vorbeugung einer rezivierenden Struvitentwicklung (Osborne et al., 1999). Die Diät dient dazu, die Zusammensetzung des Harns zu ändern, damit der pH-Wert unter 6,5 fällt und die Konzentrationen der Struvitkomponenten sinkt (Robertson et al., 2002).


SANIMED Anti-Struvit induziert im Harn einen durchschnittlichen pH-Wert von 6,1. Dieser pH-Wert im Harn wirkt der Bildung von Struvit entgegen und fördert die Auflösung des vorhandenen Struvits. Außerdem hat SANIMED Anti-Struvit niedrige, aber dennoch angemessene Magnesium-, Eiweiß- und Phosphorgehalte, was zu geringen Harnkonzentrationen von Magnesium, Ammonium und Phosphat führt. Die Wirksamkeit von SANIMED Anti-Struvit wird durch Studien mit vergleichbaren Diätzusammensetzungen bei Hunden mit induzierter oder spontaner Struvit-Urolithiase gestützt (Morris and Doering, 1978; Abdullahi et al., 1984; Osborne et al., 1986, 1999).